Einweihung des PV-Freiflächenprojekts in Bartringen

Am Dienstag, den 14. Mai, haben die Gemeinde Bartringen und Enovos die neue PV-Freiflächenanlage in der rue de Dippach in Bartringen in Anwesenheit von Herrn Lex Delles, Minister für Wirtschaft, KMU, Energie und Tourismus, eingeweiht. Ein viertes Photovoltaikprojekt für die Gemeinde, das ihr Engagement für den Energiewandel und die Dekarbonisierung bestätigt. Diese Anlage, deren Produktion mehr als ein Drittel des Energiebedarfs der Infrastrukturen der Gemeinde deckt, materialisiert eine neuartige Partnerschaft zwischen der Gemeinde und dem Energieversorger und -erzeuger Enovos: ein Power Purchase Agreement.    

Seit mehreren Jahren engagiert sich die Gemeinde Bartringen für den Energiewandel und setzt auf innovative und nachhaltige Bauweisen. Ein Beweis dafür ist diese vierte Anlage, die die drei bereits auf dem Gebiet von Bartringen vorhandenen Solarkraftwerke ergänzt: auf den Dächern der Schule “Beim Schlass”, des Burek-Zentrums und der Lagerhalle. “Das Ziel dieser Initiativen ist es, weiterhin auf erneuerbare Energien zu setzen und unseren Bürgern ein Beispiel zu geben”, betont Monique Smit-Thijs, Bürgermeisterin von Bartringen.

Die Planung dieses Solarkraftwerks geht auf das Jahr 2021 zurück, als die Gemeinde eine Marktstudie durchführte, um mögliche Partner für die Umsetzung dieses neuen Projekts zu finden. Schließlich wird Enovos aufgrund seines Fachwissens und seiner Erfahrung in diesem Bereich ausgewählt.

Die Photovoltaikanlage, die von Oktober bis Dezember 2023 gebaut wurde, hat eine Gesamtkapazität von 997,92 KWp und besteht aus 1.848 bifazialen Modulen, die das Licht sowohl auf der beleuchteten Fläche des Moduls als auch auf der unteren Fläche durch Streulicht einfangen.

Neben den Herausforderungen im Zusammenhang mit der Planung und dem Bau der Anlage ist es vor allem die Art des Vertrags, der die beiden Einheiten verbindet, die dieses Projekt so besonders macht.

Das erste grüne und lokale PPA in Luxemburg

Die Gemeinde Bartringen und Enovos sind nämlich über ein Power Purchase Agreement (Stromabnahmevertrag) miteinander verbunden, was in Luxemburg eine Premiere darstellt. Dieser Vertrag über den Kauf von grüner Energie ermöglicht es der Gemeinde insbesondere, den vom Solarkraftwerk erzeugten Strom zu nutzen, um einen Teil des Verbrauchs der eigenen Infrastrukturen der Gemeinde zu decken.

Außerdem wird dadurch der Stromverbrauch dekarbonisiert und die Verfügbarkeit und Herkunft des Ökostroms garantiert. “Diese Anlage leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klima- und Umweltziele Luxemburgs. Denn nach der geschätzten Produktionskapazität werden 500 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden”, fügt Anouk Hilger, Head of Renewable Energies bei Enovos, hinzu.

Biodiversität im Zentrum des Projekts

Über die Dekarbonisierung der Stromerzeugung hinaus wird dieses Projekt die Entwicklung der Biodiversität fördern, ein wichtiges Anliegen sowohl für Enovos als auch für die Gemeinde, die Gründungsmitglied des interkommunalen Naturschutzsyndikats “SICONA” ist.

Letztere ist nämlich für die Begrünung und Pflege des Geländes zuständig. Das Ziel: eine optimale extensive Weidefläche für Hunderte von Schafen zu gewährleisten, die ein oder zwei Tage im Jahr auf das Gelände gebracht werden und die Biodiversität erhalten.